Reisebericht

Nova Maldives im Süd Ari Atoll

Nachdem wir 2021 das erste Mal auf den Malediven auf Fushifaru waren, hat es uns auch im November 2022 wieder auf die Malediven gezogen. Und zwar auf die wunderschöne Insel Nova Maldives. Traumhafte Strände, Robinson Crusoe Feeling, eine wunderschöne Unterwasserwelt – einfach das Paradies auf Erden. 

Durch Zufall bin ich auf die Insel Nova Maldives gestoßen. Zuvor hieß das Hotel auf der Insel Vakarufalhi Island Resort und wurde 2022 komplett umgebaut. Als wir gebucht haben, war die Insel noch gar nicht eröffnet und natürlich hatten wir ein wenig Angst, dass es gar nicht richtig fertig ist, wenn wir dort ankommen oder ganz anders aussieht, als auf den animierten Bildern im Internet.

Ich habe also immer auf ein paar Einblicke bei Instagram gehofft, dass irgendjemand etwas postet und man so mal einen aktuellen Stand sehen kann. Viel hat man anfangs wirklich nicht gefunden, aber so viel nehme ich mal vorweg: Das Resort ist ein Traum!

Schnorchelparadies

Traumhaftes Riff von Nova Maldives

Die Insel ist nochmal deutlich kleiner als Fushifaru und hat eine kleine Lagune und ein Korallenriff direkt um die Insel herum. Dadurch sieht man viele kleine Haie direkt am Strand schwimmen und die etwas größeren Mamas schwimmen dann draußen am Riff. Anfangs waren wir etwas geschockt, so viele Haie am Strand zu sehen und haben uns fast gar nicht ins Wasser getraut. Aber zum Glück sind die kleinen viel zu scheu und sind sofort weg, wenn man nur in die Nähe kommt. Bei den größeren am Riff erschreckt man sich schon, wenn man ihnen beim Schnorcheln begegnet, aber auch diese sind schneller wieder weg als man gucken kann.

Neben den den kleinen Babyhaien kann man direkt vom Strand aus auch eine Menge anderer Tiere sehen, wie zum Beispiel Stachelrochen und Adlerrochen.

Auf einer Seite der Insel befindet sich die große Lagune und auf der anderen Seite ist nur ein kleiner Abschnitt bis zum Riff. Dort führt ein Steg bis hinter das Riff, wo man dann über eine Leiter ins Wasser steigen kann und einfach direkt am Riff ist und schnorcheln kann. Das Riff erstreckt sich um die ganze Insel. Man könnte also, wenn man es schafft, komplett einmal um die Insel schnorcheln. Ich habe es zwar nicht gemacht, aber mir sagen lassen, dass das echt nicht ohne ist. Es gibt nur ein paar „Ein- bzw. Ausstiegspunkte“. Man sollte also vorher überlegen, was man sich zutraut. 

Das Riff ist aber wirklich toll und man kann so viele verschiedene bunte Fische und Korallen entdecken – auch kleine Nemos in ihren Seeanemonen. Je nach Wasserstand kann man zwischen den Korallen schwimmen oder man kann sie sogar aus dem Wasser herausragen sehen. Bitte denkt immer daran, niemals auf Korallen drauf zu treten oder sie anzufassen! Ich habe es leider wieder mehrfach gesehen und es macht mich einfach nur wütend. Korallen sind so empfindlich und können so leicht zerstört werden. Man sollte wirklich mit größter Vorsicht um sie herum schnorcheln und Abstand halten!

Direkt am Einstiegspunkt kann man außerdem oft ein Ammenhai-Paar sehen und auch eine Muräne befindet sich direkt dort in einer Höhle. Mit etwas Glück könnt ihr zwischen den Korallen auch eine Schildkröte entdecken. Leider habe ich sie nicht gefunden. Kleiner Tipp: Leiht euch am Abend, wenn das Wasser mal ganz ruhig ist, eine Taschenlampe von der Rezeption und geht den Steg entlang bis ans Ende und leuchtet ins Wasser. Einfach so cool, was man alles sehen kann!

An einem Tag hatten wir besonders viel Glück und es war extrem viel Plankton im Wasser, das riesige Fischschwärme angezogen hat. Es sah einfach so toll aus neben so einem bunten Fischschwarm umherzuschnorcheln. Und das einfach direkt am Riff, ohne weit von der Insel entfernt zu sein. Ihr könnt euch übrigens kostenlos Taucherbrille und Flossen bei der Tauchstation ausleihen.

 

Ausstattung

Die Villen auf Nova Maldives

Unsere Beach Villa 111 lag auf der Sonnenaufgangsseite, was sich als perfekt herausgestellt hat. Die Sonnenuntergangsseite war im November sehr windig und somit auch das Wasser viel unruhiger und wellig. Die bestehenden Bungalows vom vorherigen Resort wurden komplett saniert und umgebaut. Die Villen sehen nun traumhaft schön aus und haben ein stylisches Badezimmer im Freien. Ich liebe es draußen nach Sonnenuntergang zu duschen. Dieses Gefühl ist so besonders – mit den wehenden Palmen, Tiergeräuschen und den dauerhaft warmen Temperaturen. Hach, ich liebs! Hast du das schon mal erlebt?

Alle Beachvillen haben eine kleine Terrasse mit großem Daybed und einem Hängesessel. Perfekt, um zu entspannen, wenn man von einem kurzen Regenschauer überrascht wird. Natürlich gibt es auch ein paar Wasservillen, aber wir sind einfach super happy direkt am Strand zu sein und quasi seinen eigenen Strandabschnitt nur für sich zu haben.

Die Minibar im Zimmer ist übrigens auch All inclusive, bis auf die alkoholischen Getränke. Die gibt es dann nur an den Bars oder in den Restaurants.

Restaurants

Von Buffet und a la carte bis Teppanyaki

Im Hauptrestaurant „soul kitchen“ gibt es Frühstück, Mittagessen und Abendessen in Buffetform. Es gibt abends immer verschiedene Themen und so immer andere Gerichte. Es ist wirklich immer für jeden etwas dabei. Die Köche geben sich unglaublich viel Mühe, vor allem auch an der live cooking station auf jeden Wunsch einzugehen. Grundsätzlich muss man sagen, dass das Personal überall super herzlich und aufmerksam ist. Man kann sich hier einfach nur wohl fühlen. 

Im Restaurant hat man von überall einen tollen Ausblick auf das Meer. Besonders morgens und mittags ist es einfach nur traumhaft, auf der Terrasse sitzen zu können.

Neben dem soul kitchen gib es auch noch ein a la carte Restaurant, das „Flames“. Das Flames ist ein Grill House mit leckeren Klassikern und gehobeneren Gerichten. Hier sind einige Gerichte bei all inclusive inkludiert, es gibt aber auch einige Gerichte, für die man extra zahlen muss. Einmal sollte man hier unbedingt einen Tisch reservieren. Sehr lecker!

Das dritte Restaurant ist das „Mizu“ Overwater Teppanyaki Restaurant. Es liegt direkt am Flames in einem kleines Haus über dem Wasser. Hier muss man für einen Besuch reservieren und auch extra zahlen. Wir haben es während unseren Aufenthalts nicht ausprobiert. Es sah aber immer sehr toll aus.

Man kann auch Special Dinner am Strand buchen und direkt unter dem Sternenhimmel essen. So romantisch!

Außerdem gibt es zwei Bars auf Nova Maledives und zwar die „Solis“ Poolbar und die „Wink“ Bar. An der Wink Bar findet man am Abend immer unterschiedliche Unterhaltung. Maldivian Night, Kino unter den Sternen, Live Musik,… und natürlich leckere Drinks. An einem Abend wurde ein Teleskop am Strand aufgestellt und man konnte Sterne und Planeten anschauen. An der Solis Bar kann man die traumhaften Sonnenuntergänge genießen, manchmal auch mit einer Live band oder einem DJ musikalisch untermalt. Hier wird wirklich viel geboten.

Auch tagsüber gibt es viele Programmpunkte, wie Wassergymnastik, verschiedenste Workshops und Yoga am Strand. Man kann sich ein Stand-Up Paddleboard oder ein Kajak ausleihen. Außerdem wird Windsurfen, Kitesurfen und Parasailing angeboten. Das Tagesprogramm kann man auch in der Nova App nachlesen. 

What to do?

Einfach mal genießen

Viele, die noch nie auf den Malediven waren, sagen immer, dass es ihnen wahrscheinlich irgendwann langweilig werden würde. Und ich denke mir nur ERNSTHAFT? Wenn man grundsätzlich kein Bock auf Entspannung hat und die Unterwasserwelt nicht liebt und sich nicht ins Wasser traut, dann ist es vielleicht möglich, dass man auf den Malediven falsch ist. Aber in allen anderen Fällen: Nie-mals! Mal davon abgesehen, dass der Tag eh nicht all zu lang ist, weil die Sonne gegen 18 Uhr untergeht, habe ich immer eher ein Problem, alles zu schaffen was ich gerne machen möchte.

Ich liiiiebe es zu schnorcheln und allein dabei verfliegt die Zeit viel zu schnell. Ich liebe es um die Insel zu spazieren und dabei wunderschöne Muscheln zu entdecken und die Tiere im Wasser zu beobachten. Nicht nur nah am Strand, sondern auch weiter draußen auf dem Meer lässt sich immer mal etwas entdecken. Ich will Ausflüge machen, um Mantarochen und Walhaie zu sehen. Ich darf auf keinen Fall den Sonnenuntergang inklusive Cocktail verpassen. Oder mal zum Yoga zum Sonnenuntergang? Ich buche mir entspannende Massagen und zwischendurch möchte ich auch mal mein Buch auf der Liege lesen. Was ist das dann? Urlaubsstress? 😀 

Das aller wichtigste: Zwischendurch mal kurz realisieren an welchem wahnsinnig schönen Ort man gerade ist und einfach mal tief ein- und ausatmen. Genießen. Dankbar sein.

Ausflug

Schnorcheln mit einem Walhai im Süd Ari Atoll

Letztes Jahr auf Fushifaru hatten wir einen Ausflug zum Schnorcheln mit Mantarochen gemacht. Das war der Wahnsinn und würde ich eigentlich auch sofort wieder machen. Dieses Mal stand aber ein anderer Ausflug ganz oben auf meiner Wunschliste: Schwimmen mit einem Walhai! Der Ausflug startete ziemlich früh am Morgen. Vorab wird einem schon gesagt, dass es nicht garantiert ist, dass man einen Walhai „findet“ und sieht. Mit einem Boot fuhren wir Richtung Süden, entlang des LUX South Ari Atoll. Hier sind die Chancen wohl am größten einen Walhai zu spotten. 

Ab da hieß es: Ausschau halten! Alle an Bord sollten Ausschau nach einem großen dunklen Schatten im Wasser halten. Für das Profi Personal wahrscheinlich normal, für uns sah alles wie ein großer Schatten aus 😀 Zumal wir an dem Tag nicht das beste Wetter hatten. Es war leicht bewölkt und das Wasser etwas unruhig. Man sah viele andere Boote umherfahren, die vermutlich auch auf der Suche nach einem Walhai waren. Die Boote standen untereinander in Kontakt, um bei Sichtung eines Walhais den anderen Bescheid zu sagen.

Auch wir erhielten irgendwann einen Tipp und plötzlich drehten wir um und fuhren schnell zu dem angegebenen Ort. Leider lag dieser ganz schön weit entfernt. Als wir ankamen waren auch schon einige andere Boote vor Ort und je mehr Menschen dort sind, desto größer auch das Risiko, dass der Walhai wieder abtaucht und verschwindet. Wir sprangen ins Wasser und konnten leider keinen Walhai mehr sehen. Danach fragte uns die Crew, ob wir noch weiter nach einem Walhai suchen wollen oder lieber am Riff schnorcheln gehen möchten. Die Mehrheit wollte weitersuchen, doch leider vergebens. Ich muss schon sagen, dass ich sehr geknickt war.

Nach langem Überlegen entschied ich mich dazu, in den nächsten Tagen einen weiteren Versuch zu wagen und buchte erneut diesen Ausflug. An diesem Tag war das Wetter deutlich besser und das Wasser super glatt. es dauerte eine Zeit bis wir wieder von einem anderen Boot gerufen wurden. Wir mussten wieder ziemlich weit fahren und ich hatte Angst, dass der Walhai wieder abgetaucht sein würde eh wir ankamen. Doch dieses Mal hatten wir Glück! Es musste alles ziemlich schnell gehen. Wir sprangen ein paar Mal ins Wasser und mussten richtig Gas geben, um hinterher zu kommen. Ein kleines Stück konnte ich dem Walhai hinterher schwimmen, dann tauchte er immer tiefer und verschwand. Auch wenn ich ihn nicht lang sehen konnte, war ich super glücklich und beeindruckt. Danach konnten wir noch etwas am Riff dort schnorcheln und sahen ein paar Teufelsrochen.

Love, Nini

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