Aruba: One Happy Island & der dritte Seetag

Aruba Oranjestad Plaza

Oranjestad

An unserem 10. Reisetag mit dem TUI Mein Schiff 5 erreichten wir das “A” und die letzte Insel der ABC-Inseln, Aruba. Das Wort “Aruba” klingt doch schon so richtig paradiesisch, oder? Aruba. Wie ein kühler Cocktail, den man unter der heißen Sonne am Strand trinkt. Aruba. Wie frisches türkises und glasklares Wasser. Nicht? So war zumindest meine Vorstellung, als ich hörte, dass wir während unserer Kreuzfahrt durch die Karibik einen Tag auf dieser Insel anlegen werden.

Aruba ist die westlichste und kleinste der drei ABC-Inseln, dafür aber mit 104.822 Einwohner ganz ordentlich bevölkert. Das merkt man auch, wenn man im Hafen anlegt bzw. durch die Straßen von Oranjestad läuft. Wo wir einen Tag vorher auf Bonaire noch durch kleine süße Gassen geschlendert sind und nur hier und da mal einen Einheimischen gesehen haben, herrscht auf Aruba geschäftiges Treiben. Kaum tritt man auf die Straße, wollen einem Händler oder Guides irgendwelche Taschen, Hüte oder Ausflüge andrehen. Auf Bonaire mit nur 16.541 Einwohnern ging es dagegen richtig beschaulich zu. Auf Aruba war man fast ein bisschen erschlagen von dem Gewusel auf den Straßen, den Märkten, in den Geschäften und von den vielen Autos. Die zwei Inseln hintereinander – absolutes Kontrastprogramm!

Aruba Mein Schiff 5 Ausblick
Typisch Aruba

Wahrzeichen der Insel ist der Divi-Divi-Baum mit seiner unverwechselbaren Form durch den stetigen Passatwind, der ihn zur Seite bläst. Die Einwohner der Insel sagen: „Folge der Biegung des Divi-Divi-Baums, und du gelangst in die Stadt“. Angeblich soll das sogar stimmen. Ich hab es nicht ausprobiert 😛 Außerdem hört man ständig den Satz: „Ta bai hasi Solo“ Das ist Papiamentu und bedeutet auf Deutsch so viel wie „Es ist sonnig.“ Mit weniger als 400 Millimeter Niederschlag im Jahr gilt Aruba als sonnigste Insel der Karibik. Sowohl im Sommer als auch im Winter liegen die Temperaturen durchschnittlich bei 28°C. Traumhaft oder? Wer also nach einem Reiseziel für den deutschen Winter sucht, liegt mit Aruba goldrichtig.

Wir hatten während unserer Kreuzfahrt im Februar dort 1a Sommerwetter. In der Ferne hingen ein paar sogar sehr dunkle Wolken am Himmel, die uns glücklicherweise aber nicht erreicht haben. Auch als wir am Strand lagen war der Himmel zweigeteilt. Schaute man nach links sah es fast schon bedrohlich dunkel aus, auf der rechten Seite war keine einzige Wolke weit und breit zu sehen. Das fand dich tatsächlich aber ziemlich faszinierend, weil das Türkis des Wassers und der weiße Strand dadurch irgendwie noch mehr geleuchtet haben.

Flamingo Beach

Über Aruba kann man schon unendlich viele Berichte im Internet lesen. Es ist die Lieblingskaribikinsel der Amerikaner. So konnte ich mich vor unserer Reise  ausreichend informieren. Was können wir machen, wo wollen wir unbedingt hin. Währenddessen bin ich auch auf verschiedene Blogs gestoßen (z.B. hier und hier) und war hin und weg von den Stränden.

Außerdem gibt es hier auch den berühmten Flamingo Beach! Kennt ihr den? Ich habe schon sooo viele Bilder davon bei Instagram und Pinterest gesehen. Oh was wäre ich gern dort gewesen. Allerdings liegt dieser Strand auf der Privatinsel des Hotels “Renaissance Aruba Resort & Casino“. Für stolze 90 Euro kann man mit der hoteleigenen Fähre übersetzen und dort einen Tag verbringen. Es gibt allerdings keine Garantie, dass man an dem Tag auch wirklich einem Flamingo begegnet. Das war uns dann doch irgendwie zu blöd und deshalb haben wir uns für einen anderen Strand entschieden. Für alle die trotzdem gerne hinfahren möchten: Die Fähre fährt direkt vom Hafen aus rüber zur Privatinsel und reservieren muss man dafür vorher nicht. Außerdem ist der Flamingo Beach auf Aruba ein Adult-only Strand, zu dem nur Personen über 18 Jahren Zutritt haben.

Aruba Oranjestad Häuser
Zu Fuß durch die Inselhauptstadt

Nach einem ausgiebigen Frühstück auf dem Schiff machten wir uns wieder auf den Weg die Inselhauptstadt Oranjestad zu erkunden. Wie schon erwähnt, stolpert man vom Schiff runter geradewegs auf einen Markt. Wir schlängelten uns entlang der Stände und der Hauptstraße. Hier war ordentlich was los, bis wir endlich auf ruhigere Straßen abbiegen konnten. In Oranjestad stehen wirklich tolle im niederländischen Kolonialstil erbaute Gebäude in quietschbunten Farben. Das Gebäude was man wohl am wenigstens verfehlen kann, ist pastellrosa gestrichen und hat kleine türkisfarbene Balkondächer. Es ist eine Art Einkaufszentrum, das “Royal Plaza”,  auf mehreren Etagen. Eigentlich geht es hier aber nur um Schmuck.

Aruba Oranjestad StadtrundgangI love Aruba Sign

Viel interessanter, finde ich, ist die Einkaufsstraße dahinter. Allein wegen der Architektur sollte man hier einmal lang laufen. Man könnte wirklich von jedem Haus ein Foto machen, weil einfach alle so schön bunt sind. Auch das klassische “I love Aruba“-Sign darf bei einem Stadtrundgang nicht fehlen. Es steht direkt an der Hauptstraße und kann absolut nicht verfehlt werden.

Die blauen Pferde

Wahrscheinlich wird euch noch etwas auffallen: Die blauen Pferde überall. Genau genommen sind es acht. Schon während der spanischen Kolonien auf Aruba wurde mit Pferden gehandelt. Dank des natürlichen Hafens der Bucht “Paardenbaai” stellte der Tierhandel, vor allem der mit Pferden, einen wichtigen Wirtschaftszweig dar. Die Geschichte besagt, dass einst bis zu tausend Tiere starke Herden die Insel bewohnten.

Aruba blaue Perfde Wahrzeichen

Die Farbe der Pferde, ein tiefes Blau, steht für das karibische Meer und soll die Pferde wirken lassen, als wären sie direkt aus den Fluten gestiegen. Auch die Hauptstadt Oranjestad wurde früher “Playa Caballos” (=Strand der Pferde) genannt. Einheimische bezeichnen ihre Stadt auch heute noch, Jahre nach seiner Umbenennung 1824, als “Playa”.

Ninifeh Aruba

Strände auf Aruba

Für heute hatten wir uns keinen Ausflug ausgesucht, sondern sind am Nachmittag auf eigene Faust zu einem Strand gefahren und haben in der Sonne relaxt. Auf Aruba hat man die Qual der Wahl. Es gibt einige tolle Strände, die ich vorab rausgesucht hatte. Wie schon gesagt, war unser Favorit EIGENTLICH der Flamingo Beach, aber nun ja. Weitere Top-Kandidaten waren der Baby Beach, der Arashi Beach, der Mangel Halto Beach und der Eagle Beach, für den wir uns letztlich auch entschieden haben. Er war nicht ganz so weit vom Hafen entfernt und sollte absolut paradiesisch sein.

Wären wir länger auf Aruba geblieben, hätte ich definitiv noch zum Baby Beach fahren wollen. Bis dort hin braucht man gute 40 Minuten mit dem Auto. Einen Bus in die Richtung soll es wohl nicht geben. Zum Eagle Beach haben wir mit dem Taxi gerade mal 10 Minuten gebraucht und uns hat wirklich ein traumhafter Strand erwartet. Man hätte noch ewig weit am Strand entlang laufen können, wir haben uns aber gleich unter die nächstbeste und einzige Palme weit und breit gelegt. Es waren zwar auch Liegen mit Strohschirmen bereitgestellt, aber nö – wir wollten Sand 🙂

Aruba Eagle Beach

Eagle Beach

Der Eagle Beach ist 2017 von den Nutzern von TripAdvisor zum drittschönsten Strand der Welt gewählt worden. Hier liegen auch die meisten kleineren Resorts und Boutique Hotels von Aruba. Am, direkt an den Eagle Beach anschließenden, Palm Beach findet man die fetten Hotels. Und mit fett meine ich nicht “krass luxuriös” sondern eher “Bunkerartig” und “Klotzig”. Vom Eagle Beach aus kann man die Betonklötze schon sehen.

Es ist so ein traumhafter Strand. Wenn man nur nach unten zu seinen Füßen schaut denkt man: “Wow, so weißer Sand und so strahlendes türkises Wasser, das kann nur irgendwo auf einer verlassenen naturbelassenen Insel im Paradies sein.” Und dann schaut man hoch und sieht diese Hotels. Sowas gefällt mir gar nicht und wenn ich nochmal nach Aruba kommen sollte und nach einem Hotel suche, werde ich es definitiv nicht am Palm Beach tun.

Aruba Eagle Beach Strand

Ansonsten ist der Eagle Beach wirklich schön. Schnorcheln braucht man hier aber nicht. Hier gibt es definitiv nichts weiter als Sand zu entdecken, wenn auch sehr feinen weißen Sand. Badeschuhe braucht man zur Abwechslung auch nicht. Man kann sich absolut auf das Entspannen konzentrieren oder aber auf verschiedenste Wassersportarten.

Ninifeh Seetag Mein Schiff 5

Der dritte Seetag

Nach drei traumhaften Inseln im Süden des karibischen Meeres ging es am dritten Seetag wieder in Richtung Norden. Insgesamt 368 Meilen liegen zwischen der Inselhauptstadt von Aruba und unserem nächsten Hafen in der Dominikanischen Republik. Es wartete ein entspannter Tag mit einer Massage im Spa-Bereich, dem Relaxen auf dem Pooldeck und einem leckeren Dinner auf uns. Apropos Essen. Hatte ich schon erwähnt wie gut das Essen auf Mein Schiff 5 ist? Man kann von morgens bis abends essen. Alles was das Herz begehrt. Und als kleines Highlight des Tages wartete ja immer die Eisbar auf dem Pooldeck auf mich. ♥

Es gibt täglich wechselnde Eissorten mit verschiedensten Toppings, frische Waffeln mit heißen Kirschen oder Crêpes, mit Eis, ohne Eis, mit Streuseln, Nüssen, Gummibärchen,… . Auch wenn ihr denkt ihr platzt, weil eigentlich das Frühstück schon ausgiebig war, das Mittagessen ja auch nicht ausgelassen werden konnte, weil man sonst alle Restaurants gar nicht ausprobieren kann, und man vom Abend zuvor noch das 4-Gänge Menü im Magen spürt, bitte probiert trotzdem das Eis, die Waffeln und den Crêpe. 😛 Es ist soooo lecker.

Die à la carte Restaurants

Auf dem Mein Schiff 5 gibt es zusätzlich zu dem Buffetrestaurant, den verschiedenen Themenrestaurants und Imbissen, am Morgen und Abend noch die à la carte Restaurants. Sie verteilen sich auf zwei Ebenen. Morgens kann man sich dort beim Frühstück bedienen lassen. Hier geht alles etwas ruhiger und entspannter zu. Am Abend gibt es in den zwei Restaurants jeweils zwei verschiedene 4-Gänge Menüs. Am Eingang wird man begrüßt und dann zu einem Tisch begleitet. Achtung: Wenn es mal ein ganz besonders leckeres Menü gibt, dann kann es auch mal passieren, dass man Schlange stehen muss. Aber keine Sorge, die Restaurants sind unglaublich gut organisiert, es kann nur wenige Minuten dauern.

Generell muss man sagen, dass die à la carte Restaurants eine wahre Meisterleistung sind was das Organisieren angeht. Auch wenn man in einer größeren Gruppe am Tisch sitzt, bekommt man seine Teller immer gemeinsam und die Gänge kommen wirklich zackig nacheinander. Jegliche Sonderwünsche und Nachbestellungen sind gar kein Problem.

Mein Schiff 5 Essen

Man kann immer zwischen zwei 4-Gänge Menüs wählen. Eins nennt sich “Schlemmermenü” und das andere “Ganz schön Gesund”, immer bestehend aus einer Vorspeise, einer Suppe, einem Zwischengericht, einem Hauptgericht und einem Dessert. Man kann aber komplett alle Gerichte mit einander mischen, Gänge weglassen oder andere doppelt bestellen. Am Abend sind diese Restaurants wirklich unsere Favoriten gewesen.

Delfine

Während einem Seetag hat man auch immer wieder die Möglichkeit Delfine zu entdecken. Wir hatten an unserem dritten Seetag das Glück. Als wir die Sonne auf dem Pooldeck genossen, gab ein Crewmitglied über das Mikrofon den Tipp, dass auf einer Seite des Schiffes Delfine zu sehen waren. Total schön 🙂

WART IHR SCHON MAL AUF ARUBA? KÖNNT IHR EIN BESTIMMTES HOTEL EMPFEHLEN?
WART IHR SCHON MAL AM FLAMINGO BEACH UND WIE FANDET IHR ES DORT?

Reisetagebuch Karibik-Kreuzfahrt

1. Teil: Anreise & Barbados
2. Teil: Der erste Seetag
3. Teil: Martinique
4. Teil: Guadeloupe
5. Teil: St. Lucia
6. Teil: Grenada & der zweite Seetag
7. Teil: Curaçao
8. Teil: Bonaire
9. Teil: Aruba & der dritte Seetag
10. Teil: Dominikanische Republik & der vierte Seetag
11. Teil: Dominica & die Abreise

Aruba Pinterest

2 Kommentare

  1. Müller, J.
    8. Dezember 2017 / 22:23

    Immer wieder schön, mit Dir und Deinen geflügelten Worten sowie “Hammer”-Bildern zu träumen. Ganz zu schweigen von den reichhaltigen, ehrlichen Tipps. Ich lasse mich gerne mitreißen und bekomme sofort fernweh !! Bitte nicht aufhören 👍

    • 14. Dezember 2017 / 8:02

      Jaaaa 🙂 Das freut mich! Als nächstes kommt die Dominikanische Republik, als letzte Insel Dominica und dann ist es leider schon vorbei. Aber zum Glück ist die nächste Reise ja schon in Planung und gar nicht mehr so weit ♥

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