Die Honeymoon-Trauminsel St. Lucia

Pitons vom Wasser

Castries

Die Honeymoon-Trauminsel St. Lucia is calling! Nachdem wir die letzten zwei Tage Richtung Norden gefahren sind, geht es nun wieder südwärts. Wer kennt diese Insel nicht aus zig Hollywood-Filmen und von irgendwelchen Reiseplakaten? Einfach Wahnsinn, dass wir auch hier Halt machen werden. Die Insel zählt, genau wie Martinique und Guadeloupe, noch zu den Inseln über dem Winde. Allerdings zahlt man hier nun nicht mehr mit dem Euro, sondern mit dem Ostkaribischen Dollar, da St. Lucia seit 1979 unabhängig (vom Vereinigten Königreich) und ein eigener Inselstaat ist.

Hauptstadt und größte Stadt der Insel ist Castries. Hier werden wir auch mit dem Schiff ankommen. St. Lucia zählt zu den landschaftlich schönsten Inseln der Karibik. Schwefelquellen, dicht bewaldete Berge, Regenwald, Kakao- und Bananenplantagen, überall sattes Grün und exotische Blumen machen jeden Ort der Insel zu einem besonderen Erlebnis. Die Wahrzeichen der Insel sind die zwei markanten Vulkankegel „Pitons“ und zeugen außerdem von dem vulkanischen Ursprung der Insel. Südlich des Ortes Soufrière liegen die beiden inaktiven Vulkane Groß Piton und Petit Piton. Das Gebiet um die Vulkane ist sogar auf der Liste des UNESCO-Weltnaturerbes.

Castries View
Ausflug auf St. Lucia zu Land…

Für heute stand ein Ganztagesausflug auf dem Programm. „St. Lucia an 1 Tag – mit Bus und Boot“. Dieser Ausflug war scheinbar sehr beliebt, da sich super viele Menschen an dem Treffpunkt auf dem Schiff einfanden. Glücklicherweise wurden wir in kleine Gruppen aufgeteilt und wurden dann zu unseren Kleinbussen gebracht. Ich glaube ca. 20 Leute haben in einen Bus gepasst, was die Fotostopps um einiges vereinfachte. Man brauchte keine Ewigkeiten um einmal alle aus- und wieder einsteigen zu lassen. Alle Bussen fuhren zwar die gleiche Strecke und machten an den gleichen Stellen Halt, aber es wurde zeitversetzt gestartet. So gab es auch an den jeweiligen Fotopausen keine riesigen Menschenaufläufe.

Unser erster Stopp lag hoch über Castries am Aussichtspunkt Morne Fortune. Hier hat man eine tolle Sicht über die Stadt und den Hafen. Viele Einheimische versuchen hier Souveniers und selbstgebastelte Artikel zu verkaufen. Uns wurde gleich zu Beginn gesagt, dass man nichts anfassen soll, woran man nicht wirklich Interesse hat und es ggf. kaufen möchte. Man soll klar und deutlich sagen, wenn man nichts kaufen möchte. Kein schlechter Tipp, denn kaum war man aus dem Bus raus, schon kamen mehrere Verkäufer auf einen zu und wollten einem etwas in die Hand drücken. Der Aussichtspunkt war wie eine große hölzerne Terrasse. Auf der kompletten Vorderseite waren Verkaufsstände aufgebaut. Aber keine Sorge, ganz so schlimm wird es jetzt nicht bei jedem Fotostopp werden ;P

Marigot Bay

Wir hatten wirklich eine tolle Reisebegleiterin, die uns an jeder Ecke interessante Geschichten zu Gebäuden, Landschaft und Ereignissen sagen konnte. Wer mit der englischen Sprache Probleme hat, hatte aber leider nicht so gute Karten 😉 Wir fuhren über Serpentinen in Richtung Süden der Insel und hielten als nächstes oberhalb der Marigot Bay, die durch viele Hollywood-Filme bekannt ist. Hier wurde beispielsweise Dr. Doolittle gedreht und auch vielen anderen Filmen bot diese Bucht eine traumhafte Kulisse. Außerdem befindet sich hier auch eines der top Luxus-Urlaubsresorts von St. Lucia, das Capella Marigot Bay Hotel. An jeder Ecke hört man karibische Musik und die typischen Bob Marley Songs. Ziemlich cool 🙂

Marigot Bay
StLucia Stand

Nach einem etwas längeren Stopp in einem kleinen Fischerdorf, kamen wir unserem Ziel Soufrière nun endlich immer näher. Aus der Ferne konnte man schon die beiden Vulkankegel erkennen und tolle Fotos machen. Wir hielten an einer Art Terrasse, die direkt an der Straße und in den Bergen lag. Von dort aus hatte man eine atemberaubende Aussicht über die grünen Berge der Insel und das Meer.

Fischerdorf St Lucia
Fischerdorf St Lucia Strand

Vulkankegel Pitons St Lucia
Diamond Waterfalls

Als letzten Stopp der Busfahrt erreichten wir die Diamond-Gärten, ein botanischer Garten mit Wasserfall, welcher zu einem der Naturwunder der Insel gehört. Gemeinsam mit unserer Reisebegleiterin erkundeten wir die Natur mit ihren verschiedenen Blüten und Bäumen und wanderten bis zu den Diamond-Waterfalls. In den Gärten befinden sich außerdem heiße Schwefelquellen, in denen man für einen Aufpreis baden kann. Dies ist während unserer Tour aber nicht vorgesehen. Ehrlich gesagt war mir auch viel zu heiß, als dass ich mich da in solche heißen Töpfe hätte setzen können 😀

Diamond Garten St Lucia

Die vielfältige Natur und bunten Blüten waren wirklich wunderschön und man konnte hier unter den großen Blättern einiger Pflanzen tief durchatmen und die Luft genießen. Wer gut aufpasst kann auch einen Kolibri entdecken! Nur wenige Meter von den Gärten entfernt befindet sich ein traditionelles Restaurant, wo ein typisch kreolisches Essen auf uns wartete. An einem Buffet konnte man entscheiden, welche Speisen man gerne probieren möchte. Neben Salat und Curry-Reise, gab es kreolisches Hühnchen und gekochte Bananen, eine Spezialität auf St. Lucia. Grundsätzlich werden Bananen hier zu allen möglichen Gerichten gegessen und auf verschiedenste Weise zubereitet, in unserem Fall mit Knoblauch. Es gab sogar auf der Busfahrt durch die Wälder einen Stopp, wo direkt an der Straße Bananenketchup verkauft wurde. Bei solchen Sachen bin ich aber leider immer raus 😛 Was Essen angeht bin ich nicht wirklich experimentierfreudig 😀

Diamond Waterfall
Kreolisches Essen

Pitons vom Wasser
… und zu Wasser

Frisch gestärkt setzten wir unseren Ausflug nun mit dem Katamaran fort, wieder zurück bis nach Castries. Hier kamen die kleinen Gruppen auch wieder zusammen und wurden auf zwei Boote verteilt. Vom Hafen aus konnte man nochmal gut die Pitons bestaunen. Es tat so gut endlich aus dem Bus raus zu sein und die Sonne und den Fahrtwind genießen zu können. An einer Bar konnte man sich kalte Getränke holen und natürlich einen super karibischen Rum-Punch probieren! Ja, der hat irgendwie besonders viel Spaß gemacht… 😀

Nach ca. 30 Minuten Fahrt machten wir an einem kleinen Strand Halt, wo wir eine Stunde Zeit hatten im kühlen Wasser zu schwimmen und zu schnorcheln. Danach ging es weiter zu der Marigot Bay, so dass man diesen tollen Platz nochmal aus einer anderen Perspektive sehen konnte. Langsam näherten wir uns dem Ende unserer Ganztagestour über St. Lucia. Die restliche Zeit auf dem Katamaran verging wie im Flug. Wir waren eine richtig tolle Gruppe und hatten unglaublich viel Spaß zusammen 🙂

Marigot Bay St Lucia

Zurück im Hafen von Castries fuhren wir direkt an unserem großen TUI Mein Schiff 5 vorbei und gingen gemeinsam wieder an Land. Am Abend wollten wir uns alle wieder treffen, zusammen in die Abtanzbar gehen und da weitermachen, wo die Katamarantour geendet hat. Von 12 Leuten kamen dann aber nur 5 zum vereinbarten Treffpunkt. Nicht, weil es sich einige anders überlegt hatten, sondern, wie wir dann am nächsten Tag festgestellt haben, es einfach nicht mehr möglich war 😀 Es ging allen gleich: Sie sind aufs Bett gefallen und für den restlichen Abend nicht wieder aufgestanden 😀 Der Ausflug hat einen gut geschafft bei der Wärme, und der Rum Punch hat dann sein übriges getan 😀 Gut, dass wir noch ein paar Tage vor uns haben…

Reisetagebuch Karibik-Kreuzfahrt

1. Teil: Anreise & Barbados
2. Teil: Der erste Seetag
3. Teil: Martinique
4. Teil: Guadeloupe
5. Teil: St. Lucia
6. Teil: Grenada & der zweite Seetag (coming soon)
7. Teil: …

St. Lucia Pinterest

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