Karibik-Kreuzfahrt Teil 2: Der erste Seetag

Lagunenpool auf TUI Mein Schiff 5

Gon‘ Explorin‘

Wir verlassen endlich den Hafen von Barbados  und machen uns auf den Weg zu vielen kleinen Inseln in der Karibik (den ersten Teil des Reisetagebuches „Karibik-Kreuzfahrt Teil 1: Anreise und Barbados“ findest du hier). Jetzt starten wir endlich so richtig! Nach der etwas anstrengenden Anreise am Vortag, konnten wir abends umso besser einschlafen und sind am nächsten Morgen ziemlich zeitig – so gegen halb 7 – das erste Mal wach geworden. Super ungewöhnlich für mich, aber praktisch. So hatte man ganz besonders viel Zeit alles zu genießen und zu entdecken. Also am besten ausnutzen, schließlich dauert der, in diesem Falle positive, Jetlag auch nicht ewig. Irgendwann gewöhnt man sich an die Zeitumstellung und zack, schon könnte ich wieder bis in die Puppen schlafen.

Wir sind das erste Mal nach langen deutschen Wintermonaten bei strahlend schönem Sonnenschein aufgewacht und hatten dazu noch den Blick auf diesen türkisen Ozean. Also ich kann euch jetzt schon mal vorwarnen, über türkis-klares Wasser werde ich einfach nicht fertig. Das ist für mich wahnsinnig schön und unbegreiflich, wie es so leuchten kann. Darauf komme ich einfach nicht klar. Gut möglich also, dass ich davon noch ein paar Mal schwärmen werde. 🙂

Das Frühstück und ich

Unser erster ganzer Tag auf dem Schiff stand also an, und auch unser erstes Frühstück. Oh yes. Ich bin zwar eigentlich kein Frühstücksmensch und würde auch gut mit einer Schale Cornflakes auskommen, aber wenn man ein Traum von Buffet vor sich hat, dann sage ich ganz sicher auch nicht nein dazu. 😛 Am ersten Tag überfrisst man sich meist maßlos. 😀 Schließlich ist alles so neu und alles sieht so lecker aus, dass man am liebsten alles probieren möchte. In den nächsten Tagen pendelt sich das dann (bei mir jedenfalls) zum Glück immer auf ein gesundes Maß ein. Man hat so hier und da seine Lieblinge, braucht unbedingt das leckere selbst zusammengestellte Panini, ein heißes Croissant mit Nutella und danach ein paar frische Früchte. Ab und an wechselt man auch mal zu einem eigens kreierten Omelette oder den frischen Brötchen mit einhundertachtzig verschiedenen Möglichkeit von Aufschnitt. Und dann gibt es da auch noch diese tollen Waffeln mit verschiedenen Soßen und Toppings. Also heißt es für den ersten Tag: Einmal quer Beet schlemmen!

 Seenotrettungsübung

Nach unserem ausgiebigen Frühstück steht nun noch die für alle Gäste verpflichtende Seenotrettungsübung an. Bevor die nicht absolviert ist, verlässt kein Schiff den Hafen. Der Schiffsmanager meldet sich über den Lautsprecher zu Wort und erklärt, wie diese Übung ablaufen soll und auch wie sich der international übliche Alarmton anhört. Sieben kurze Töne und ein langer. Sobald dieses Signal ertönt müssen sich alle Passagiere zu ihrer Musterstation begeben, die entweder auf der Bordkarte oder auf der Innenseite der Kabinentür zu finden ist. Die Crew muss ebenfalls an der Übung teilnehmen und steht schon bereit, noch bevor das Signal zu hören ist. Ich muss schon sagen, dass mir das Signal ein wenig Angst einflößt bzw. man sich gar nicht vorstellen will, wie man sich fühlt, wenn man wirklich mal in eine Notsituation gelangt.

Sobald sich alle Gäste an ihrer Musterstation mit ihrer Bordkarte eingefunden und registriert haben, wird ein kurzer Film abgespielt, wie man sich während einer Notsituation zu verhalten hat. Diesen Film kann man sich auch zu jeder Zeit nochmal auf seinem Fernseher im Zimmer ansehen. Auf der Aida beispielsweise läuft die Übung noch ein wenig anders ab, jedenfalls noch vor ein paar Jahren. Dort befindet sich seine Schwimmweste auf dem eigenen Zimmer. Die muss angezogen und mit zur Musterstation gebracht werden, die sich außerdem im Außenbereich befinden und nicht wie bei Mein Schiff in Bars und Restaurants. Dort wird man händisch durchgezählt und aufgerufen. Vielleicht hat sich das aber mittlerweile auch schon geändert.

Spa & Wellness an einem Seetag

Wir starten unseren ersten Urlaubstag mit einer Massage. Den Alltagsstress vergessen, die letzten Anstrengungen der Anreise ablegen und komplett im Urlaub ankommen. Es geht doch einfach wirklich nichts über eine Spa-Anwendung. Die einzelnen Kabinen im Wellness-Bereich verfügen alle über ein bodentiefes Fenster über die ganze Zimmerbreite. Man KÖNNTE also die Aussicht super genießen, wenn man nicht mit dem Kopf durch die Liege gucken würde. 😀 Aber das Feeling macht’s 😛

Ich lag also tatsächlich während unserer ersten Ausfahrt aus dem Hafen von Barbados auf der Massageliege und habe mich durchkneten lassen. Ich konnte zwar nicht den Ausblick genießen, es war aber trotzdem ein geniales Gefühl. Wenn man das erste Mal mit einem so großen Schiff in See sticht, ist es irgendwie überwältigend. Ich kann das auch gar nicht genau beschreiben, aber man fühlt sich voller Vorfreude und Aufregung. Es kribbelt dann richtig im Bauch und manchmal kommen einem die Tränen – mir jedenfalls. 😛 Wenn dann noch das Lied erklingt, was jedes Mal zur Ausfahrt gespielt wird, dann ist alles vorbei. Am Anfang der Reise hat man vielleicht noch keinen bestimmten Bezug zu dem Lied, aber am Ende verbindet man so viele schöne Erinnerungen und Erlebnisse damit, dass es einen komplett umhaut. Ich dachte erst, dass mich das Mein Schiff-Lied „Große Freiheit“ von Unheilig nicht so sehr berührt wie das von der Aida („Sail away“ von Enya). Aber falsch gedacht! Es sorgt definitiv für Gänsehaut.

Just relax

Nachdem wir also suuuper entspannt in den Tag gestartet sind, ging es frisch durchgeknetet und entspannt an den Pool. An einem Seetag muss man allerdings bedenken, dass man (logischerweise) nicht von Bord kann, und bei schönem Wetter (auch relativ vorhersehbar in der Karibik) alle Gäste raus in die Sonne wollen. Das wiederum bedeutet, dass es „unter Umständen“ auf dem Sonnendeck sowie natürlich auch am Pool, ziemlich voll werden kann. Wer jetzt noch die typisch deutsche Macke (das Liegenreservieren) mit einbezieht, der darf nicht gleich beim Gedanken daran ins Schwitzen kommen. Wir wollen ja nicht gleich die Entspannung der Massage zunichte machen. Also bei einer Kreuzfahrt bitte immer daran denken schön relaxed zu bleiben! 😛 Irgendwo findet sich immer ein Fleckchen.

Ich muss aber sagen, dass auf dem Mein Schiff 5 wirklich daran gedacht wurde viel Platz für diese Tage auf dem Meer zu lassen. Es gibt ganze viele Stühle, Liegen, Sofas, Matten, Betten. Also ganz sicher ist für jeden Geschmack etwas dabei. Und wenn man am ersten Tag nicht gleich DEN Traumplatz findet, dann eben am nächsten. Wie gesagt, man ist im Urlaub und alles ist schön. Bei manchen Menschen bin ich mir da nicht immer ganz sicher, ob die das verstanden haben 😛 Zudem gibt es auf Mein Schiff 5 so viele Balkonkabinen (von insgesamt 1.267 Kabinen sind 963 mit Balkon), dass, wenn man einen besitzt, auch super dort auf seiner Liege entspannen kann. Der ist nämlich auch noch richtig groß! Bei uns haben locker 3 Liegen drauf gepasst und wir haben es geliebt dort ganz für uns zu sein 🙂

On the Poolside of life

Der Pool ist für mich ja irgendwie immer so ein bisschen das Highlight. Gebt mir eine tolle Poollandschaft und ich bin glücklich. Je schöner desto besser. Eckige Pools fand ich immer doof. Am liebsten würde ich mich von früh bis spät im Wasser tummeln, das kühle Nass genießen. Wenn der Moment endlich gekommen war und ich reinspringen konnte – hell yeah! So war ich schon immer. Und das wird sich wahrscheinlich nie ändern 😛

Auf Mein Schiff 5 gibt es zwei Poolbereiche (uhhh yes!). Der Hauptpool ist der Größere, in dem man auch locker Bahnen schwimmen kann, dafür aber rechteckig ist (dö düm). ABER ich muss eingestehen, dass ich den Pool trotzdem ziemlich cool fand, weil ringsherum – super modern – Matten lagen, auf denen man relaxen kann und es an den Seiten noch Bereiche gibt, wo man im Wasser sitzen kann. Das mit den flacheren Bereichen im Wasser hat zwar bestimmt eher Sicherheitsgründe, aber ich fand es trotzdem toll 🙂 Und dann gibt es noch den „Lagunenbereich“ (whoop whoop), der vom Prinzip ähnlich wie der andere aufgebaut ist, nur viel kleiner. Wirkt dadurch nicht mehr so eckig – also cool 😛 Da hab ich echt ne Macke was das angeht 😀 Ach und habe ich erwähnt, dass es natürlich auch an beiden Pools jeweils zwei Whirlpools gibt?! Bei der Lagune sogar mit Sonnensegel. Richtig schick. Insgesamt muss man einfach sagen, dass alles super stilvoll und modern angelegt ist. Mir hat es wirklich gut gefallen 🙂

Hot, Hotter, das karibische Wetter

Ganz ganz ganz wichtig ist es, gerade für die ersten Sonnenstunden und dann auch noch mitten auf dem Ozean, nicht zu vergessen sich dick und fett einzucremen! Man ist dem Äquator in der Karibik einfach so nahe, dass die Sonne einen so richtig brutzelt. Gerade bei leichtem Fahrtwind an einem Seetag fühlt es sich vielleicht gar nicht so schlimm an, aber dann bekommt man spätestens am Abend die Quittung!

Die ersten Tage in der Karibik, während wir bei den Inseln über dem Winde (Martinique, St. Lucia, Guadeloupe) unterwegs waren, war es noch etwas „kühler“ (unter kühler verstehe ich in diesem Falle angebliche 26°C Grad, die sich aber auch schon nach über 30°C angefühlt haben). Je weiter wir dann Richtung Westen (Aruba, Bonaire, Curacao) gefahren sind, desto heißer wurde es. Dort war es wirklich fast unerträglich heiß, sodass es einem so gut wie gar nicht möglich war sich in die Sonne zu legen. Einen Schattenplatz zu bekommen war der Jackpot! 😛

Gleich am ersten Seetag wurden die „Food-Künstler“ auf dem Pooldeck vorgestellt, die zu den Mahlzeiten immer diese tollen Figuren aus Obst und Gemüse schnitzen. Das sind wirklich kleine Kunstwerke. Und so konnte man sich direkt von deren Talent überzeugen. Innerhalb weniger Minuten wurden Figuren oder richtige Landschaften geformt. Einfach Wahnsinn! Nebenbei wurde noch erklärt, dass dieses Handwerk beispielsweise auf den Philippinen eine richtige Tradition hat und diese Künstler extra hierfür angestellt werden.


Spezialitätenrestaurant Hanami by Tim Raue

Den ersten Abend auf See und wir gönnen uns direkt mal ein Abendessen in einem der drei Spezialitätenrestaurants, dem Hanami by Tim Raue. Zu den Spezialitätenrestaurants gehört auch noch das Schmankerl und das Surf & Turf. Alle drei sind nicht in dem Allinklusive Paket enthalten und müssen extra gezahlt werden. Sie befinden sich am Heck des Schiffes am sogenannten „Diamanten“. Wenn man den „Massen“ in den anderen Restaurants aus dem Weg gehen will, dann sind diese Orte eine gute Abwechslung und sicher etwas ruhiger. Ich persönlich bräuchte diese Extra-Restaurants nicht unbedingt, da alle anderen schon so vielfältig und unglaublich lecker sind. Das Sushi im Hanami kann ich aber trotzdem sehr empfehlen! 🙂 Von meiner Hauptspeise hingegen war ich leider nicht so überzeugt, aber das ist ja Geschmackssache! Das Ambiente ist auf jeden Fall super.

Und so neigte sich auch unser erster ganzer Tag auf dem Schiff dem Ende zu. Am nächsten Morgen werden wir dann die erste Insel, Martinique, erreichen. Jippie!

In meinem dritten Teil erzähle ich euch dann alles über unsere Ausflüge auf Martinique! 🙂

xx Nini ♥

Reisetagebuch Karibik-Kreuzfahrt

1. Teil: Anreise & Barbados
2. Teil: Der erste Seetag
3. Teil: Martinique
4. Teil: Guadeloupe (coming soon)
5. Teil: …

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