Dominica: The Nature Island & der letzte Seetag

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Roseau

Zeit für die letzte Insel unserer Reise. Schon. Leider. Ein Urlaub vergeht doch immer viel zu schnell. Am Anfang kommen einem die Tage eeeewig lang vor und man hat das Gefühl, an einem Tag unglaublich viel erlebt zu haben. Zum Ende hin rast die Zeit immer schneller und die Tage verfliegen. Manno.

Nach der Dominikanischen Republik hatten wir erst noch einen Seetag, wo wir den ganzen Tag auf dem Pooldeck entspannt und einfach die Sonne genossen , uns ein vorletztes Mal die traditionelle Nachmittagswaffel mit Kirschen gegönnt und abends wieder lecker im á la carte Restaurant geschlemmt haben. Dann folgte die letzte Insel unserer Karibik-Kreuzfahrt, Dominica. Wir kommen unseren “Startinseln” wieder näher, denn Dominica liegt genau zwischen Guadeloupe (zum Reisebericht von Guadeloupe geht es hier) und Martinique (hier lest ihr nochmal was wir auf unserer ersten Insel erlebt haben).

Dominica, The Nature Island

Dominica ist mit einer spektakulären, üppigen und vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt ausgestattet und wird deswegen auch “The Nature Island” genannt. Mit 749 Quadratkilometern ist Dominica knapp sechs Quadratkilometer kleiner als Hamburg. Auf Dominica leben 150 heimische Vogelarten und es gedeihen 55 Orchideenarten und 14 Bananensorten. Außerdem gibt es neun Vulkane und Dutzende natürliche warme Dschungelpools. Der Boiling Lake ist mit ca. 70 Meter Durchmesser der zweitgrößte kochende See der Erde. Dazu kommen 365 Flüsse, unzählige Wasserfälle, Bergseen im ursprünglichsten tropischen Regenwald der Karibik. Dieser zählt seit 1997 sogar zum UNESCO-Weltkulturerbe. Vor den Küsten Dominicas locken weiterhin zehn Walarten zum Whale-Watching.

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Ausflüge auf Dominica

Es gibt also eine Menge zu sehen oder zu erwandern. Auch die Auswahl der Ausflugsmöglichkeiten von TUI war groß, dennoch haben wir uns gegen eine geführte Tour auf dieser Insel entschieden. Wir waren uns vor Reiseantritt nicht sicher, ob wir nochmal in den Regenwald wollten, nachdem wir schon auf Guadeloupe so etwas ähnliches gebucht hatten (den Bericht dazu findet ihr hier).

Von allen anderen Ausflügen waren wir nicht zu 100% überzeugt. Der Emerald Pool klang zwar gut, allerdings hatte ich im Internet auf verschiedenen Seiten gelesen, dass sie davon eher enttäuscht waren. Panoramafahrten mit dem Bus wollten wir uns generell nicht all zu oft antun, und Delfine in freier Wildbahn haben wir schon mal gesehen. Ansonsten klang der Ausflug zu der Halbinsel Scotts Head mit Schnorcheln ganz spannend und auch die Flussfahrt auf einem Gummireifen klang witzig. Auf Dominica gibt es außerdem einige Wasserfälle und auch den Boiling Lake. Letztlich wollten wir unseren letzten Urlaubstag aber einfach entspannt angehen, spontan entscheiden oder einfach nochmal relaxen.

Das Klima auf Dominica

Dominica gehört zu den Inseln über dem Winde, ist von einem tropischen Klima mit schweren Regenfällen geprägt und steht unter dem Einfluss des Nordostpassats, der im Winter bzw. zur Hurrikan-Saison zwischen Mai und November zu Überschwemmungen und Erdrutschen führen kann. Auf Dominica haben wir das feucht-tropische Klima am besten zu spüren bekommen. Den ganzen Tag über hat sich das Wetter im Minutentakt geändert. Auf einen heftigen Regenguss folgte ein strahlend blauer Himmel, nur um nach wenigen Minuten wieder wie aus Eimern zu gießen. Dafür gab es ständig wunderschöne Regenbögen vor einer traumhaften Kulisse.Wer sich vom Schiff getraut hat, der musste für jedes Wetter gewappnet sein! Hier braucht man wirklich festes Schuhwerk und eine Art Regencape oder -mantel, vor allem wer eine Tour in den Regenwald geplant hat.

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Wir hatten für diesen Tag also keinen Ausflug gebucht und sind auf eigene Faust während einer kurzen Regenpause die Inselhauptstadt Roseau erkunden gegangen. Aber auch dort wurden wir wieder von einem Regenschauer erwischt. Glücklicherweise war dieser warm und man ist danach in der Sonne sofort wieder getrocknet. Das kann an anderen Tagen oder im Regenwald aber auch ganz anders sein.

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Die Aussicht vom Morne Bruce

Wir sind bis zu dem botanischen Garten gelaufen, eigentlich auf der Suche nach dem berühmten Schulbus, der von einem Baum zerquetscht wurde. Den haben wir zwar nicht gefunden, dafür sind wir entlang des Jack’s Walk Trail auf den Morne Bruce geklettert und wurden mit einer tollen Aussicht über Roseau und auf unser Schiff belohnt. Der Weg war wirklich nicht ohne. Durch den Regen hat der Boden förmlich gedampft und es war extrem schwül. Wir haben geschwitzt ohne Ende und waren klitschnass, als wir oben ankamen 😀

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Der Weg auf den Morne Bruce ist nur teilweise befestigt und streckenweise sehr steil. Durch den feuchten Boden muss man aufpassen, dass man nicht wegrutscht. Also am besten auch hier festes Schuhwerk tragen, auch wenn wir das alles in Flip Flops erledigt haben 😀 Allerdings hatten wir diesen Aufstieg nicht eingeplant als wir vom Schiff gegangen sind.

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In der Hauptstadt von Dominica

Dominica ist die ärmste der karibischen Inseln und noch weit entfernt von westlichen Standards. Trotzdem oder gerade deswegen ist Dominica bei Backpackern sehr beliebt und vielleicht auch ein interessantes Ziel für dich!(?) Hier spürt man echten karibischen Flair, lernt die Einwohner und auch ihre Kultur besser und direkt kennen.

Es sieht schon ziemlich merkwürdig aus, wenn so ein riesiges Kreuzfahrtschiff an dem kleinen Holzsteg vor Roseau festmacht und plötzlich hunderte von Menschen an Land strömen. Die Einheimischen haben uns mit Gesängen willkommen geheißen und wollten jeden direkt für eine private Inselrundfahrt im eigenen Auto gewinnen.

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An einer Ecke spielt jemand Trommel und von der anderen Straßenseite hört man karibische Musik aus einer Bar. Keine Hochglanz Bar und nicht mit großer Leuchtreklame. Sondern ganz einfach, mit handgeschriebenen Werbebrett und Türen und Fensterläden aus Holzbrettern. Die Straßen sind eng und uneben, Fußwege gibt es nur an einigen Stellen und die Häuser sind alle bunt bemalt. Das Stadtzentrum ist nicht besonders groß. Schnell ist man wieder von Palmen umgeben und man findet sich im botanischen Garten wieder – wie wir. In einem botanischen Garten in dem Holzbretter an Bäume genagelt sind auf denen “free wifi” steht, welches aber irgendwie nicht funktioniert oder einfach heillos überlastet ist.

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Ausflüge auf eigene Faust auf Dominica

Ihr könnt euch am Hafen auf jeden Fall auch einen Guide suchen, der euch die Insel zeigt, euch zu den Orten bringt, zu den ihr wollt und wahrscheinlich auch noch Insidertipps gibt. Ob die Touren letztlich wirklich gut sind, kann ich leider nicht sagen, weil wir es nicht selbst ausprobiert haben.

Leider liest man im Internet auch viel über die Kriminalität auf Dominica, die mich ein wenig abgeschreckt hat. Besonders die Gegend im Nordosten soll wohl sehr gefährlich sein und es wird nicht geraten, dort unbedingt alleine oder zu zweit die Gegend erkunden zu wollen. Damit will ich keine Angst machen, das ist nur das was ich gelesen habe, nicht was ich erlebt habe. Ich habe mich in Roseau zu jederzeit sicher gefühlt und mir sind alle Einheimischen sehr freundlich und lebensfroh entgegen gekommen. Vielleicht sollte man nur nicht alleine oder zu zweit die entlegensten Orte erkunden wollen und diese Punkte im Hinterkopf haben.

Die Reise Revue passieren lassen

Viel zu schnell vergeht ein Urlaub und wenn man dann noch so viele Eindrücke von verschiedensten Inseln bekommt, muss man am Ende erstmal alles Revue passieren lassen. Wir saßen an unserem letzten Abend bei der Ausfahrt zurück nach Barbados im à la carte Restaurant und musste erstmal die einzelnen Inseln sortieren. Es war gar nicht so leicht, die richtige Reihenfolge wiederzugeben und zu sagen, was wir an welchem Tag wo erlebt haben. So viel hat man gesehen und so viel neues hat man kennen gelernt. Es war absolut paradiesisch und beeindruckend.

Ich kann jedem eine Kreuzfahrt, und vor allem auch eine durch die Karibik, nur empfehlen! Wenn ihr noch nicht von einer Kreuzfahrt überzeugt seid, habe ich hier nochmal 8 Gründe für euch aufgelistet. Mal sehen, ob ich euch überzeugen kann 🙂

 

Reisetagebuch Karibik-Kreuzfahrt

1. Teil: Anreise & Barbados
2. Teil: Der erste Seetag
3. Teil: Martinique
4. Teil: Guadeloupe
5. Teil: St. Lucia
6. Teil: Grenada & der zweite Seetag
7. Teil: Curaçao
8. Teil: Bonaire
9. Teil: Aruba & der dritte Seetag
10. Teil: Dominikanische Republik
11. Teil: Dominica & der letzte Seetag

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2 Kommentare

  1. 18. August 2018 / 16:27

    Recht herzlichen Dank für den tollen Bericht,
    wir werden im März 2019 reisen .
    Wenn Du die andere Karibik Tour planst können wir gerne
    weiterhelfen…;-)

    • Ninifeh
      Autor
      21. August 2018 / 8:56

      Gerne, macht ihr genau diese Karibik-Tour im März? 🙂
      Das ist lieb, die andere Tour möchten wir auf jede Fall auch nochmal machen. Ist aber aktuell noch nicht geplant, hihi.

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